Geschichte PDF Drucken E-Mail

geschichte   Nachdem die Burger von Saas-Fee sich bereit erklärten der Familie Peter Josef Imseng den Bau und die Führung eines Cafés auf Burgerboden für 13 Jahre zu überlassen, fing Cäsar Imseng im Frühling 1885 mit den Bauarbeiten des "Café Glacier Clara" an. Rund 40 Meter unterhalb des heutigen "Bergrestaurant Gletschergrotte" mit freiem Blick auf das Dorf, rechts und links die beiden leuchtenden Zungen des Feegletschers. Die Baumaterialien wurden von dem einzigen Maultier des Dorfes hinaufgetragen. Der Bau wuchs, der Juli kam ins Tal und die erste Saison begann.
     
 
Mit sichtlichem Vergnügen stieg Clara, die Schwester von Cäsar, jeden Sommer zum Café hinauf. Als sie Türen und Fenster öffnete und die Fahne auf dem Dache flatterte, da wurde sie ganz die Gletscher-Clara, die sich im langen Winter auf den Sommer vorbereitet hatte. In der Eisgrotte, die Cäsar im nahen Gletscher jedes Jahr neu aushauen musste, im Eistunnel, der von einem eigenartigen Licht durchstrahlt war, stiessen die Gäste stets auf neue Überraschungen. Ein Sommer nach dem anderen zog ins Land, bis der letzte kam. Eine Mietverlängerung war nicht beschlossen worden. Schweren Herzens ging man daran, das Gebäude abzubrechen. Hart war der Blick in das fensterlose Gebäude, Räume ohne Seele und ohne Leben, wehmütig und bewegt der Blick über den leeren Platz, der nur frohes und lachendes Leben gekannt hatte. (1898) Wie der Gast im folgenden Sommer nach dem Gebäude Ausschau hielt, blieb nur noch der Einschnitt in der Moräne sichtbar. Der Gast schwieg eine Weile, und auch die Gletscher und Berge schwiegen, wie um die Betroffenheit zu unterstreichen.
 
Erst im Jahre 1931 baute die Gemeinde rund 40m oberhalb des ehemaligen Cafés Glacier Clara das Café Gletschergrotte.
 
Seit dem Winter 1999/2000 sind wir, Kari und Sandra in die Fussstapfen der Clara getreten und würden uns freuen auch Sie bei uns begrüssen zu dürfen.
Es hat sich sicher viel verändert seit damals, wir müssen das Geschirr nicht mehr in einem Steintrog von Hand waschen... und trotzdem heizen wir im Winter jeden morgen unseren Holzofen ein und tragen im Sommer frisches Brot etc. in unseren Rucksäcken vom Dorf hinauf ins "Gröttli".
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